Kartenbilder
Mancher Skatspieler hat sich schon gefragt, warum die Skatkarten mit den heute üblichen Bilder gestaltet werden. Französische Kartenmacher haben im 16. Jahrhundert die Kartenbilder historischen Vorbildern nach empfunden.
Kreuz König: Alexander der Große (356 bis 323 v.Chr.) Eroberer eines Reiches, das sich von der Donau bis an den Indus erstreckte
Pik König: König David vereinigte im 10. Jahrhundert v. Chr. Juda und Israel zu einem mächtigen Reich
Herz König: Kaiser Karl der Große (742 bis 814); er herrschte von der Elbe bis zum Ebro und schuf die Grundlagen für Europa
Karo König: Gaius Julius Cäsar (100 bis 44 v.Chr.), Diktator und erfolgreichster Feldherr Roms
Kreuz Bube: Lanzelot vom See, der stärkste Ritter der Tafelrunde des legendären Britenkönigs Artus
Pik Bube: Der dänische Ritter Ogir, er heiratete die schöne Fee Morgana, die Halbschwester des Britenkönigs Artus
Herz Bube: Der Ritter Etienne de Vognolles, genannt La Hire, ein treuer Anhänger der heiligen Johanna von Orléans (1412-1431)
Karo Bube: Hector de Gelard, ein berühmter Hauptmann im Dienst König Karls des Weisen (1338-1380)
Die Farben stehen für die vier Stände:
Kreuz: eigentlich ein Kleeblatt, symbolisiert den Bauern
Pik: als stilisierte Lanzenspitze, stellt den Adel dar
Herz: Symbol der Güte, steht für die Geistlichkeit
Karo: meint das Bürgertum, das rote Viereck stellt mit dem Pflasterstein
die schon früher gebräuchliche Waffe aufrührerischer Städte dar
Kreuz Dame: Juno Regina, die Hauptgöttin des alten Roms, Gemahlin Jupiters und Schutzherrin der Ehe
Pik Dame: Pallas Athene, Tochter des Zeus, bei den Griechen die jungfräuliche Göttin der Weisheit
Herz Dame: Judith, die schöne, mutige Witwe aus der Bibel, sie erschlug den assyrischen Feldherrn Holofernes
Karo Dame: Die schöne Rachel aus dem alten Testament, Israels Stammvater Jakob musste zweimal sieben Jahre um sie werben


































